|
Nichts ist so beständig ...
Waren die Ziele der Deutschen Heraldischen Gesellschaft in der Phase
ihrer Entstehung und einige Zeit danach noch durch die Bestrebungen
geprägt, Genealogie und Heraldik von den ideologischen Belastungen
zu befreien, in welche die Disziplinen während der Zeit der
Nazidiktatur in Deutschland geraten waren, so mußten die
Anstrengungen in den 70er und 80er Jahren vermehrt darauf gerichtet sein,
der Heraldik im öffentlichen Bewußtsein zu der
Selbstverständlichkeit zu verhelfen, die sie beispielsweise in der
Schweiz genießt. Weg von einem elitären, oft genug nur mit
dem Adel in Verbindung gebrachten Odium, hin zu dem, was das
Kulturphänomen ursprünglich darstellte: Identitätszeichen
Familiensymbol.
Heute erfordern wiederum andere Ziele die ganze Aufmerksamkeit des Wappen-HEROLD:
das Eintreten gegen die Verschluderung und Vermassung, sowie den teilweise
erschreckend unsachgemäßen Umgang mit der Disziplin im privaten aber auch
im öffentlichen Bereich. Ein Blick ins Internet genügt, um zu erkennen,
welche Willkür und Regellosigkeit den ursprünglich sorgfältig
wissenschaftlichen Umgang mit der Heraldik verdrängt hat. Das beginnt bei der
“Logomanie” im öffentlichen Bereich und hört bei den
Dilettantismen im Familienwappenbereich noch nicht auf.
...wie der Wandel
|